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Fallleitungen

Fallleitungen sind die senkrechten Verbindungen zwischen Dachablauf und Sammelleitung oder Grundleitung.

  1. Gemäß DIN 1986-100 wird der maximale Regenwasserabfluss einer senkrechten Fallleitung mit einem Füllungsgrad von 0,33 berechnet.
  2. Fallleitungen müssen nach DIN 1986-100, Pkt. 6.1.8 mindestens die Nennweite des Dachablaufes haben. Eine Reduzierung der Rohrnennweiten in Fließrichtung ist bei Freispiegelanlagen unzulässig.
  3. Fallleitungen, die überlastet werden können - z.B. bei Gebäuden höher als 22 m -, sind nach DIN 1986-100, Pkt. 6.3.1 längskraftschlüssigzu sichern und ausreichend zu befestigen. Auch das Rohr muss gegen ein Auseinandergleiten und Ausweichen aus der Rohrachse mit geeigneten Maßnahmen gesichert werden.

Alle Punkte geltennur für die Freispegelentwässerung, nicht für die Druckentwässerung.

Zusatzwissen

Das Abflussvermögen einer Flachdachentwässerung wird nach DIN EN 12056-3, Pkt. 6.1 vom Gully und nicht vom Abflussvermögen der Fallleitung bestimmt. Wird eine Fallleitung jedoch mit weniger als 10° zur Waagerechten verzogen, wird die Leitung als Sammelleitung behandelt und mit einem Füllungsgrad von 0,7 ausgelegt. In diesem Fall sind das Gefälle und die Nennweite des Rohres so zu wählen, dass das Rohr mit der zu erbringenden Abflussmenge des Gullys nicht überlastet wird.

Sita Empfehlung

HT-Rohre sind lediglich bis zu einem Druck von 0,5 bar formstabil. Sita empfiehlt daher immer, eine Verwendung kritisch zu hinterfragen.

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